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Südengland 15.-22.09.2006

Tag 5

Heute war der erste Tag unserer Reise, an dem das Wetter nicht herrlich, sondern typisch englisch war. Es war neblig mit Nieselregen, was aber unserer guten Stimmung keinen Abbruch tat. Die erste Spazierrunde machten wir etwas außerhalb von Salisbury zur und um die Burganlage Old Sarum Castle. Hier kann man herrlich spazieren und die Hunde können super laufen - schade nur, dass Pearl wegen ihrer Verletzung nicht mit konnte.

Weiter ging es dann nach Stonehenge, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. So beeindruckend der Steinkreis ist, wenn man auf ihn zufährt, so enttäuschend ist doch der Kommerz, der um diese sagenumwobene Sehenswürdigkeit gemacht wird. 5 Pfund Eintritt, um dann in einem vorgefertigten, weiten Kreis einmal um die Steine herumgehen zu dürfen, war uns doch zuviel. Wir begnügten uns mit der Aussicht von außen und den tollen Spaziergehmöglichkeiten, die in dieser Ecke gegeben sind.

Nachdem wir uns an Stonehenge sattgesehen, das Wohnmobil auf Vordermann gebracht und die Hunde sich richtig ausgetobt hatten, ging es wieder zurück nach Salisbury, das wir uns noch bei Tage anschauen wollten. Cloud durfte uns mal wieder während unseres Städtebummels begleiten und genau wie in Chichester waren wir begeistert von der Innenstadt und den Sehenswürdigkeiten. Ganz besonders beeindruckend: Die Kathedrale von Salisbury. Wer sich auch nur im entferntesten für Bauwerke interessiert, sollte sich diese bei Gelegenheit unbedingt anschauen - uns zumindest hat sie total in ihren Bann gezogen.

Nach soviel Kultur war es langsam Zeit fürs Mittagessen, das wir gerne mal in einem Pub genießen wollten. Unser erster Versuch führte uns wieder zum 'The New Inn', das uns am Vorabend so gut gefallen hatte. Allerdings hat uns die Mittagskarte nicht wirklich überzeugen können (in erster Linie wegen der horrenden Preise), so dass wir ein paar Meter weiter zu einem anderen, wunderschönen Pub gingen, wo uns sowohl Ambiente als auch die Speisen und die Preise überzeugten. Hier schmiss man uns allerdings gleich wieder raus, nachdem wir uns hingesetzt hatten, weil Hunde in der Zeit zwischen 12-14 Uhr nicht erlaubt sind (wegen dem Essen). Sehr enttäuscht machten wir uns dann auf den langen, langen Weg zu einem Pub, der im Reiseführer als äußerst empfehlenswert aufgeführt war. Das 'Pheasant Inn' verlangte uns einen extremen Fußweg durch Salisbury ab, aber irgendwann war es geschafft. Wir waren am Ziel und die Speisekarte sah auch sehr verführerisch aus. Frohen Mutes öffneten wir also die Tür und wurden sogleich vom Chef empfangen. Obwohl das Pub 7 Tage die Woche geöffnet ist, musste er ausgerechnet heute über Mittag schließen, weil er seinen Sohn abholen fahren musste. Er war wirklich sehr nett und sogar Cloud wäre kein Problem gewesen (weil er selber einen Collie hat war er von ihr und ihrem freundlichen Wesen total angetan). Zu guter Letzt gab er uns noch die Adresse eines Cafes, in dem das Essen wohl auch sehr gut sein sollte und wo wir nur kurz sagen sollten, dass er uns geschickt habe, um königlich bewirtet zu werden. Also starteten wir erneut, um auch hier wieder vor verschlossenen Türen zu stehen: Außerordentlicher Ruhetag.

Da unser Hunger mitlerweile riesig war, entschlossen wir uns, wieder in die Innenstadt zu gehen und dort einfach irgendwo irgendwas zu essen. Gelandet sind wir schließlich bei einem Fish&Chips Laden und da man das wenigstens einmal gegessen haben sollte, wenn man in England ist, wollten wir uns hier niederlassen. Aber aus den vorhergehenden Versuchen waren wir ja klug und so fragten wir erstmal, ob es überhaupt möglich sei, mit Hund ins Lokal zu gehen. Antwort: Leider nein. Wir standen nach dieser Botschaft noch eine Weile vor dem Laden um zu beratschlagen, was als nächstes zu tun sei und in dieser Zeit flirtete Cloud auf Teufel komm raus mit der Ladeninhaberin. Legte ihr Köpfchen schief, wedelte wie besessen und war einfach nur ein zuckersüßes kleines, braves Hundilein. Und kurz bevor wir gehen wollten kam aus dem Laden die Frage, ob der Hund denn brav unter dem Tisch liegen bleiben würde, sollte man uns reinlassen. Klar bleibt sie liegen, war unsere Antwort und unversehens saßen wir im Restaurant bei Fish and Chips mit einer traumhaft ruhigen und nahezu unsichtbaren Cloud unter dem Tisch. Das Essen war ok, die Portionen riesig und der Preis angemessen, so dass unser Spießrutenlauf in Sachen Mittagessen doch noch ein gutes Ende nahm.

Den Abschluss in Salisbury machte ein ausgedehnter Spaziergang mit Laska entlang des Flusses Avon - ein phantastisches Stückchen Natur mitten in der Stadt.

Letzter Halt an diesem Tag: Winchester. Hier hatten sowohl die Kathedrale als auch Wolfseye Castle gerade geschlossen, was aber nicht wirklich tragisch war, da das Highlight in diesem Ort ganz klar der Spazierweg am Fluss entlang ist. So ein liebevoll angelegtes Spaziergehgelände entlang eines innerstädtischen Flusses ist uns noch nirgendwo begegnet und dadurch, dass der Fluss auch unter den Häusern durchfließt, kommt man sich ein wenig so vor, als sei man in Venedig (nur sauberer ;o) ).

Insgesamt ein wunderschöner Tag mit vielen, vielen tollen Spaziermöglichkeiten, die Pearl leider alle verpasst hat. Sie hatte den ganzen Tag verschlafen und eine nässende und stinkende Wunde, die uns viel, viel Kummer und Sorgen bereitete. Um uns ein bisschen aufzuheitern sind wir dann zum Übernachten nochmal zum High&Over Parkplatz bei Alfriston gefahren (hier darf man nämlich kostenlos! 72 Stunden parken).


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