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Welpentagebuch - Woche 10

20.04.2005

Pearl und Cloud im Körbchen Morgenprogramm wie gehabt: Wecker klingelt 5.40 Uhr - schnell mit dem kleinen Hund raus und drauf warten, dass sie alles erledigt (das hat heute morgen nur leider ewig gedauert, weil alles andere so viel interessanter war). Dann rein und duschen - Cloud hat fasziniert vor der Dusche gelegen (auf meinen frischen Klamotten). Dann erst toben mit Pearl, danach noch etwas spielen mit mir und fürs Frühstück in die Box.

Mittagessen wurde wieder zum Teil als Clickerhappen gegeben, zum Teil für Sit und Down rausgerückt und zu einem kleinen Teil aus dem Napf gereicht. Danach war für die kleine Maus wieder schlafen angesagt und ich hab mich schnell mit Laska und Pearl auf den Weg zu einer großen Spaziergehrunde gemacht (Ralph hat die verantwortungsfreie Zeit genutzt um mal in Ruhe fern zu sehen).

Wieder zuhause ging es ein zweites Mal für diese Woche in die Innenstadt: Bücher gucken und kaufen, einen Dobermann kennenlernen (Clouds Meinung: groß, doof, uninteressant) und essen gehen (wurde gnadenlos verpennt, trotzdem rundrum viel Trubel war).

Wieder zuhause wurde heftigst mit Pearl getobt und ein neuer Lieblingsplatz zum Sockenverstecken unter meinem Bett ernannt.

21.04.2005

Der heutige Tag war an sich nicht besonders aufregend. Cloud hat jede Menge Socken geklaut (wo kommen die bloß alle her?), mehrfach versucht, zu Laska aufs Sofa zu klettern (Laska kann einem richtig leid tun, denn Cloud nimmt sie absolut nicht ernst), wie irre mit Pearl getobt und beim Spazierengehen versucht, eine Schnecke zu apportieren. Unsere erste Verfolgungsjagd hatten wir dann am Abend: Irgendwie kam der kleinste Hund an einen Ochsenziemer und wollte den natürlich nicht wieder rausrücken - so habe ich sie quer durch die Wohnung verfolgt (die Kleine schlägt Haken wie ein Karnickel ;o)) um letztlich Sieger zu sein - dafür, dass sie mir das Teil dann gegeben hat, bekam sie es als Belohnung gleich wieder (denn was hätte ich besseres anbieten können, als einen stinkigen, angekauten Ziemer?).

22.04.2005

Mein letzter Arbeitstag vor dem langersehnten Urlaub :o). Heute ging es mit Cloud zum Tierarzt, wo sie erstmal das Wartezimmer aufmischte: Die großen Hunde fand sie unheimlich, die kleinen Hunde doof, die Menschen fand sie alle ganz prima, aber stillhalten und warten....nee, das war richtig blöde. Bevor wir dann endlich an der Reihe waren, kam der kleinste Hund noch auf die Waage: 5,7kg, 27cm Schulterhöhe.

Zuhause Der Arzt war sehr nett zu ihr, aber die Sympathien war ungleich verteilt (sie hat sich gewehrt wie eine Große, als er in ihr Mäulchen gucken wollte). Nach der Untersuchung Zitat des Arztes: "Außer dem Rückbiss kann ich leider nichts feststellen." - Wie schön :o) - wir konnten uns also mit einem pumperlgesunden Welpen auf den Weg in die Eifel machen.

Gejammere im Auto gab es heute nur 5 Minuten, dann war Ruhe bis wir bei meinen Eltern waren. Hier wurden erstmal alle stürmisch von Laska und Pearl begrüßt, während Cloud den Garten inspizierte, die Nachbarskinder und meinen Cousin kennenlernte. Anschließend ließ sie sich von meinen Eltern bewundern und zerlegte in einem unbeobachteten Moment ein Kunstküken, dessen Hühnerfamilie einige Wochen zuvor von Pearl gelyncht worden war. Nachdem Cloud dann noch ein paar Zimmerpflanzen um einige Blätter ärmer gemacht hatte ging es ins Bett.

23.04.2005

Tierpark Um 7:00 Uhr wurde ich von Clouds Jammern geweckt: Also schnell anziehen und alle raus in den Garten - Pipi- und Toberunde gingen fließend ineinander über, so dass beim Frühstück von allen kräftig reingehauen wurde (wie immer eigentlich). Später fuhr ich dann mit Cloud in den Lünebacher Zoo (Laska und Pearl wurden derweil von Ralph und meinen Eltern betreut). Der Zoospaziergang war ja soooo aufregend für die Kleine: Als erstes trafen wir auf freilebende Gänse, die einen Heidenlärm veranstalteten, so dass für Cloud gleich klar war: Die sind doof, nichts wie weg! Aber mit etwas Ablenkung und Leckerchen wurden die Gänse schnell als: Doof, aber ungefährlich eingestuft. Weiter ging es zu den Affen, die Cloud neugierig beäugten, von ihr aber nicht wirklich wahrgenommen wurden. Das Hörnchengehege, das der absolute Favorit von Laska und Pearl ist, fand auch nicht so ganz Clouds Zustimmung: Sie blieb relativ weit weg sitzen und brauchte sehr lange, bis sie sich ans Gitter traute und keine Angst mehr hatte, so dass wir weitergehen konnten.

Besonders toll fand sie einen Tiger: Der fand sie auch klasse, fixierte sie permanent und kam schließlich ans Gitter gesprungen - Clouds Reaktion darauf: Erst wegspringen, dann sich groß machen und ihn aus sicherem Abstand ankläffen, um anschließend brav bei Frauchen Sitz zu machen und Leckerchen abzustauben. Den meisten und bleibendsten Eindruck machten auf Cloud aber wohl die Kamele - diese beschnupperten sie nämlich von oben bis unten, was der kleinen Entdeckerin nach anfänglichem Entsetzen aber gar nichts ausmachte.

Wieder im Auto gab es zum ersten Mal kein Gejammer - stattdessen fiel sie sofort in einen tiefen Schlaf, bloß um nach 30 Minuten unverschämterweise von mir geweckt zu werden, weil wir bei meiner Patentante und ihrer Familie angekommen waren: Hier lernte sie erstmal neue Menschen kennen, einen supernetten Golden Retriever (die beiden versuchten sogar nach anfänglichen Mißverständnissen zu spielen, entschieden sich dann aber fürs Kuscheln) und verschiedene wegfahrende Autos.

Zurück bei meinen Eltern durfte Cloud sich erstmal in ihrer Box erholen und Laska und Pearl kamen zu ihrem ausgiebigen Spaziergang, den sie sich redlich verdient hatten. Den Rest des Tages verbrachten Cloud und Pearl damit, den Garten neu zu gestalten und meinem Vater und Ralph beim Renovieren des Wohnzimmers zu helfen ;o).

24.04.2005

Und wieder ein anstrengender Tag für Cloud. Um 5:30 Uhr hieß es nämlich aufstehen und fertig machen für ihr erstes Turnier, das sie als Besucher miterleben durfte. Dieser Tag beinhaltete zunächst die Fahrt in einem fremden Auto und das Kennenlernen von einem Aussie. Bobby und Cloud verstanden sich aber auf Anhieb, so dass die Fahrt ruhig und friedlich verlief. Das Turnier war für die kleine Maus extrem aufregend: Zunächst lernte sie Jessy kennen, die mit uns (genau wie Bobby) den Pavillon teilte. Cloud war sofort angetan von Jessy, erkannte sie doch in ihr einen Bordercollie - Jessy ging aber leider so gar nicht auf Clouds Annäherungsversuche ein und so mußte Bobby herhalten, der gnadenlos in jedes Stück Fell gebissen wurde, das sich Cloud gerade bot.

In ihrer Box hat die Kleine dann sehr brav geschlafen und zwischendurch immer mal wieder das Turniergeschehen verfolgt (bei den ersten beiden vorbeilaufenden Hunden wollte sie aber so gar nicht einsehen, warum sie nicht hinterher konnte und entschied einmal mehr, dass Leine und Halsband zwei völlig bescheuerte Dinge sind).

Hunde und Menschen lernte sie heute en masse kennen und ist noch auf dem Weg zum Auto in meinen Armen in einen tiefen Schlaf gesunken - zurück zuhause war sie daher dann wieder voller Kraft, um mit Pearl durch die Gegend zu toben.

25.04.2005

Sit/Down Üben Klein-Cloud weckte mich unverschämterweise schon um 6.15 Uhr, weil sie raus musste. Da ich erhebliche Probleme hatte wach zu werden, verbrachte sie die Zeit bis zu ihrem Futter ausschließlich damit, Pearl zu ärgern. Die hätte wohl lieber weitergeschlafen, kam aber dank Clouds Hartnäckigkeit nicht mehr dazu.

Der Tag verlief für Cloud recht ruhig, damit sie sich vom Wochenende erholen konnte (und ich mich auch ;o)). Wir haben Sit und Down verfeinert (Sit klappt supergut, beim Down brauch ich noch etwas Überredungskunst). Zudem fangen wir an, den richtig nahen Vorsitz zu üben, da wir später immerhin mal Obedience machen wollen (okay, ich möchte es trainieren und gehe einfach mal von Clouds Kooperationsbereitschaft aus).

26.04.2005

Heute hat Cloud zum ersten Mal bei meinem 2. "Nein" von meinem Hosenbein abgelassen, ohne dass ich ihre Zähnchen aus dem Stoff ziehen mußte. Die kleine Maus findet es nämlich superklasse in Füße und Hosenbeine zu beißen und knurrenderweise dran zu ziehen. Mitlerweile hat sie aber begriffen, dass das äußerst unerwünscht ist und es doch viel toller ist, mit einem Spieli zu toben und dieses zu malträtieren.

Am Mittag war ich mit allen 3 Hunden auf ein Feld zum Toben, schnüffeln, laufen - egal wen ich gerufen hab: Cloud war immer schneller bei mir, um ein Leckerchen abzustauben... ja ja, noch klebt sie am Frauchen, aber wenn die böse Pubertät kommt, dann ist das schnell vergessen - aber ich genieße die Zeit bis dahin.

Am Abend durfte Cloud den Hundeplatz kennenlernen. Da ich schon 45 Minuten vor Beginn der Welpengruppe da war, hat Cloud erstmal mit Pearl den Platz erkundet und ist gemeinsam mit ihrer großen "Schwester" durch den Tunnel gerannt und hat die Flatterbänder und aufgehängten Klapperdosen erkundet. Als dann so langsam alle Welpen und die dazugehörigen Leute eingetrudelt sind, haben Pearl und Cloud eine Weile im Auto gewartet und Cloud durfte kurz vor Schluß auf den Platz, um die anderen Hunde (alle zunächst angeleint) zu begrüßen. Da einige Kinder anwesend waren, wurden aber nur die freudigst begrüßt und die anderen Welpen links liegen gelassen.

Nachdem die Stunde beendet war, habe ich zwei sehr nette und ruhige Welpen auf dem Platz gelassen, damit Cloud diese (ohne Leine) kennenlernen konnte. Einer dieser Welpen ist ein für seine 15 Wochen sehr großer Bordercollie-Berner-Sennen-Mix, der unbedingt mit Cloud spielen wollte, ihr aber unheimlich war und gnadenlos weggeschnappt wurde. Sie hat sich dann letztlich darauf konzentriert mit dem 12 Wochen alten Aussie-Border-Mix zu toben. Für mich zeigte sich deutlich: Viele nette, große, schwarze Hunde mit Cloud zusammenbringen!

Nachdem Cloud und die Aussiemixin rund 20 Minuten getobt hatten, sind wir noch eine kleine Gassirunde gegangen und haben bei der Rückkehr zum Auto schon den ersten großen, schwarzen, netten Hund getroffen: Ginger, Flat Coated Retriever und ein absolut supernetter großer Kerl. Außer, dass Cloud nun eine "ich muß nicht schnappen bloß weil er groß und schwarz ist"-Begegnung hatte, war ein weiterer Lerneffekt, dass Männer mit Bart lieb und begrüßenswert sind. Auch heute hat der kleine Hund wieder einiges gelernt.


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